Beluga gibt Schwung und Lebendigkeit in die Energiebewegung.
Beluga, 2010, Eitempera a. Leinwand, 50cm x 60 cm

Die Energiebewegung, die im mentalen Kontakt mit einem Geisttier angestoßen werden könnte, charakterisierte ich mit Hilfe von Chakren. Die 7 Chakren sind durch die Yogalehre bekannt gewordene spirituelle Energiezentren, die für bestimmte Themenkreise und Inhalte stehen. Jedes Chakra wird mit einer unterschiedlichen Anzahl von Blütenblättern dargestellt.

Chakralevel

Keine Geisttierart war auf ein bestimmtes Chakralevel begrenzt, vielmehr erwiesen sie sich in meinen Betrachtungen durchaus bewegungsfreudig. Ihr Wirkungsradius reichte oft in drei Chakren hinein. Aus diesem Grund finden sich auf meinen Gemälden auch ineinander verschachtelte Chakralevel.

Elementare Energiebewegung

Die Vorstellung eines Baumes versteht sich im Yoga als Vorbild für eine gute Erdung bei gleichzeitigem transzendentem Streben. Die bewusste Aufrichtung stärkt den Gleichgewichtssinn. Die vertikale Achse symbolisiert die Verantwortung für das Leben, dass sich rund herum entfaltet.

Schwimmen mit einer Manati

Meine Kund:innen, die sich durch ein Geisttier eine Hilfestellung auf ihrer Gefühlsebene erhofften, motivierten mich dazu bewusst nach helfenden Tierarten zu suchen. Manati war eine von den Tieren, die mir bei dieser Suche begegneten. Meine Kund:innen zählten zu dem Personenkreis, die so einen subtilen Energieaustausch für wahrscheinlich hielten und mir oft mitteilten, dass sie schnell in eine spürbare Verbindung mit dem Geisttier hineingefunden haben.

Imaginative Energiebewegung

Die Imagination stellt ein starkes Werkzeug dar, um Dinge wahr werden zu lassen. Deshalb ließen sich mit Geisttieren kleine mentale, emotionale oder spirituelle Wunder erleben, weil assoziative Impulse aus der Vorstellungswelt ingesamt Körper, Geist und Seele beleben konnten. Doch ihre tatsächliche Reichweite erlebte ich als begrenzt. Ihre Energiebewegung war ausgesprochen abhängig von der kontinuierlichen Aufmerksamkeit und Zuwendung ihrer Empfänger und erfüllte keine objektiven Kriterien.

Schamanische Heilungswege

Schamanisches Heilen beinhaltete zwangsläufig eine Realitäts-ver-rückung. Es ging hinein in die schamanische Weltsicht, in ihr magisches Denken. Dazu gesellten sich Reisen oder Wachträume in die eigene Seele, in denen eine breit gefächerte Palette unerwarteter Gedanken und Emotionen zu erleben war. Ein Verständnis für Entsprechungen und Interpretationen in Bezug auf intuitive Eingebungen rückte in das Bewusstsein, dazu Informationen über vergangene Erlebnisse, durchaus auch aus Vorleben. Ein sogenannter Heilungsprozess wurde angestoßen, der dann über eine schamanische Sitzung hinausreichte.

Jeder persönliche Lebenslauf, samt seiner körperlichen und psychischen Gesundheit unterliegen den zufälligen oder schicksalshaften Gesetzmäßigkeiten des Lebens, die wenig enträtselt sind. Der Glaube an eine Hilfestellung durch spirituelle Methoden, übernatürliche Kräfte und Glaubenszusammenhänge verspricht Hoffnung. Eine Hoffnung, die leicht ausgenutzt werden kann, um Versprechungen in die Zukunft hinein zu machen, die niemals eintreffen werden.